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Hier und Jetzt


 

Als ich nach längerer Zeit mal wieder auf die Webseite von David Icke schaute, hatte er gerade einen Beitrag gepostet: David Icke - The Dream and the Dreamer (Nachtrag Oktober 2013: Mittlerweile ist das Video in Deutschland nicht mehr verfügbar. Mein Kommentar dazu ist hier zu finden).

In dem Video hat mich eine Aussage besonders angesprochen. Er spricht dort über die Illusion von Vergangenheit und Zukunft und darüber, dass das einzig reale, was wir erleben, immer nur das Hier und Jetzt ist. Wenn wir uns an die Vergangenheit erinnern, wo sind wir dann? Im Hier und Jetzt. Wenn wir uns über die Zukunft Gedanken machen, wo sind wir dann? Im Hier und Jetzt.

Bei mir hat da was geklickt, als wenn genau diese Aussage einer der Schlüssel dazu ist, zu erkennen wie uns unsere Art zu denken in der Illusion fest hält. Noch spiele ich mit dieser Aussage und habe viele Ideen dazu. Es geht ja auch nicht darum, eine abschließende Wahrheit zu finden. Bei dem, was momentan an Schwingungen auf diese Erde kommt, verändert sich sowieso ständig alles und die Wahrheit von gestern hat heute wieder neue Blickwinkel und Spielmöglichkeiten.

Mir hilft es jedoch, wenn ich mir immer wieder klar mache, dass es nur das Hier und Jetzt gibt, sonst nichts. Das gilt für unsere Art zu denken. Es geht hier nicht darum, dass es keine Ursache-Wirkungskette gibt. Wenn ich ein Auto von A nach B fahre, dann steht das Auto im Hier und Jetzt an Stelle B und nicht mehr an Stelle A, also gibt es schon Dinge aus der Vergangenheit, die Einfluss darauf haben, was jetzt ist. Das ist unbestritten. Worum es aber in der Aussage geht ist, dass wir uns gedanklich in illusorischer Vergangenheit oder Zukunft bewegen.

Was passiert dadurch? Wir erschaffen uns eine Realität, die uns gefangen hält. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass emotionaler Schmerz sich viel leichter loslässt, wenn klar ist, dass es gar keine Vergangenheit gibt. Alles was in diesem Moment da ist, ist die Erinnerung an ein vergangenes Ereignis, was zu Schmerz geführt hat. Das Ereignis gibt es gar nicht mehr. Aber wenn die Erinnerung kommt, dann kommt auch der Schmerz. Wenn ich aber weiß, dass der Schmerz gar nicht real ist, dann darf der da sein, ich schaue ihn mir an und dann geht der wieder.

Das funktioniert genauso mit den Emotionen im Zusammenhang mit zukünftigen Ereignissen. Die sind im Hier und Jetzt da, aber ich weiß, dass z.B. Sorgen oder Ängste gar nicht real sind, schaue sie mir an und lass sie wieder gehen, was automatisch passiert, wenn die Gedanken an Vergangeheit oder Zukunft wieder gehen. Da alles in ständigem Fluss ist, passiert das sogar recht schnell und es kommen wieder neue Gedanken, oder man meditiert und es kommen keine Gedanken. Wenn keine Gedanken kommen, dann kommen sowieso auch keine Emotionen.

Das bedeutet aber aus meiner Sicht nicht, dass man keine Gedanken mehr haben darf, nur um Schmerzen zu vermeiden. Bzw. dass man aus den Gedanken raus muss, um die schmerzlichen Emotionen zu vermeiden. Wenn man weiß, dass die Emotionen gar nicht real sind, dann kann man die um so besser fühlen und zulassen, denn dazu sind sie da, sie wollen erfahren werden, das ist es, was wir auf der Erde machen. Wir sammeln genau solche Erfahrungen, aber ab jetzt eben ohne zu vergessen, dass es Illusionen sind. Es hilft allerdings schon, sich nicht in die Geschichten zu verstricken, die mit den emotionalen Schmerzen zusammen hängen, sondern da dann schon auszusteigen, sonst steigert man sich in den Schmerz rein und dann entsteht Leiden.

Zumindest sind das meine ersten Eindrücke, nachdem die Aussage von David Icke bei mir eine solch tiefe Wirkung hinterlassen hat. Bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt ... momentan habe ich den Eindruck, es verändert sich permanent etwas in meinem Bewusstsein. Das war im letzten Jahr schon sehr intensiv, aber jetzt kommt immer mehr ... sehr spannend.

Weiter bin ich auf diesen Trailer http://vimeo.com/55073825# zu einem Film gestoßen, in dem es um Astronauten geht, die ihre Erfahrung beschreiben, die Erde aus dem All zu betrachten. Sie beschreiben, wie es dazu führt, dass sich die Perspektive des Seins dadurch verändert. Das ist bei mir in gewisser Weise auch passiert, als ich mir den Trailer angesehen habe. Klar war ich nicht im All und das ist wohl nicht so tief, wie bei den Astornauten, dennoch macht es was. Ich finde außerdem die Vorstellung faszinierend, dass die Erde quasi ein Raumschiff ist, welches sich permanent im All bewegt. Wir sind also bereits Weltall-Reisende, ohne uns dessen bewusst zu sein. Es gibt sooooo viel zu entdecken.

 

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