☰ Show Menu

Eine Geschichte ...


 

Es war einmal …
Vor langer, langer Zeit. Alle einigten sich darauf, gemeinsam eine neue Erfahrung zu machen, eine Erfahrung der Trennung und Dualität. Alle wollten dieser Erfahrung machen und sämtliche Aspekte kennen lernen.

Um diese Erfahrung zu machen, mussten alle Beteiligten unterschiedliche Rollen einnehmen. Irgendjemand musste auch den ‚Bösewicht' spielen. Niemand wollte diese Rolle.

Schließlich sagte einer der Mutigsten und Stärksten: 'Ich werde diese Rolle übernehmen, unter einer Bedingung …'. ‚Jede Bedingung, die du nur möchtest' war die einhellige Antwort aller Beteiligten. ‚Ihr müsst mir versprechen, mir zu sagen, dass ihr mich liebt' sagte der Freiwillige.

‚Du weißt, dass wir dich lieben', sagten die anderen, ‚natürlich werden wir dir sagen, dass wir dich lieben … aber warum?' fragten sie.

‚Wenn ich die Rolle des Bösen übernehme, dann werde ich alles geben, um sie perfekt zu spielen … , aber wenn ihr mir nicht sagt, dass ihr mich liebt, wenn ihr mich nicht daran erinnert, dass ihr mich liebt, dann bin ich vielleicht für immer verloren, und werde immer vorgeben jemand zu sein, der ich NICHT bin. Also bitte … erinnert euch daran, mir zu sagen, dass ihr mich liebt, damit ich meinen Weg zurück nach Hause wieder finden kann.'


Soweit die Geschichte. Aber wer von uns hat jetzt welche Rolle? Sind nicht wir die Bösewichte, denen niemand sagt, dass wir uns erinnern sollen, wer wir wirklich sind? Wo es Täter gibt, da muss es auch Opfer geben. Ohne Opfer keine Täter. Vielleicht sollten wir uns alle gegenseitig daran erinnern, dass wir uns lieben und das Spiel so langsam aber sicher mal beenden? Das geht aber nur, wenn ALLE mitmachen, nicht nur die vermeintlichen Bösewichte.

Ansonsten triggern wir immer wieder gegenseitig die Bösewichte in uns. Wir provozieren uns gegenseitig und verwickeln uns immer wieder in Kämpfe und Rangeleien, mal sind wir Angreifer, mal werden wir angegriffen. Die Herausforderung liegt wohl darin, immer wieder in den eigenen Frieden zu gehen, um keine Provokation für den anderen zu sein. Ich gebe zu, dass mir persönlich das nicht immer gelingt ... insbesondere nicht, wenn ich angegriffen werde.

Sehr herausfordernd, immer wieder den Frieden in sich selbst zu finden. Aber dafür spielen wir das Spiel.

 

Zur Homepage

Zum Seitenanfang