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Warum das Thema, die zehn Gebote?


 

Im August 2010 besuchte ich ein energetisches Seminar. Dort war Teil einer Übung, die 10 Gebote näher zu betrachten. Ich sträubte mich zunächst ein wenig, denn hatte ich nicht diese Sätze als Kind im Religionsuntericht mal auswendig lernen müssen, sie aber später verdrängt. Was soll ich mit diesen Zeigefinger-Drohungen 'du sollst nicht...!!', 'du darfst nicht ....!', 'du bist schlecht, wenn du das und das tust...'?

Aber genau darum geht es. Als Kind habe ich diese Sätze verinnerlicht. Von meinen Eltern habe ich bewusst oder unbewusst diese Glaubenssätze übernommen. Diese haben wiederum von ihren Eltern diese Sätze übernommen. Und so haben wir ein Erbe über Jahrhunderte, über Generationen in uns verankert. Leider nicht nur im Bewusstsein, sondern ganz tief im Unterbewusstsein.

Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, wir hatten einen Hühnerstall und auch Ratten, die sich in dem Stall breit machten. Die Hühner legten keine Eier mehr durch die Ratten. Nun hielten wir aber die Hüher wegen der Eier und somit wurden die Ratten gejagt.

Eines Nachmittags ging ich in den Hüherstall, um nach Eiern zu suchen. Im Futtertrog saß seelenruhig eine Ratte und fraß Hühnerfutter. Das war ein sehr ungewöhnliches Verhalten für eine Ratte, denn normalerweise sah man die Tiere nur von hinten, wenn sie rasend in ihren Löchern verschwanden.

Dies begab sich zu einer Zeit, als jeden Abend Rattenjagd gemacht wurde und gemeinsam mit unserem Hund die ein oder andere getötet wurde. Ich überließ die Ratten lieber unserem Hund. Wenn er einer Ratte das Gnick brach, dann störte mich das nicht.

Wir hatten auch Katzen und wenn diese Mäuse fingen, dann spielten sie so lange mit den Tieren bis sie müde und erschöpft waren, erst dann töteten und fraßen sie die Maus. Die Maus tat mir wahnsinnig Leid, aber so ist nun einmal die Natur und ich kann die Natur nicht ändern.

Zurück zur Ratte, die im Futtertrog saß und gemütlich fraß. Ich verließ den Hühnerstall, um eine Latte zu suchen, mit der ich das Tier erlegen könnte, wenn es denn noch da wäre. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass die längst weg ist, wenn ich wieder zurück komme. War sie aber nicht, sie saß da und bat förmlich um den Tod, denn jedes gesunde Tier wäre seit Stunden weggerannt. Ich schlug zu, die Ratte war sofort tot.

Nun heißt es in den 10 Geboten, 'du sollst nicht töten'. So gut es ging, versuchte ich immer wieder dieses Ereignis zu verdrängen, es zu vergessen. Es ist mir bis vor kurzem nicht gelungen. Immer wieder hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn tief in mir drin, in meinem Unterbewusstsein war verankert, ich darf nicht töten. Daraus hatte sich ein Glaubenssatz gebildet: ‚ich werde mich immer schuldig fühlen, wenn ich töte'. Um diese Beklemmnis zu lösen, war der einzige Weg, den Glaubenssatz zu löschen. Denn nur, wenn dieser Satz für mich nicht mehr gilt, erst dann kann ich wieder Frieden mit mir selber finden.

Nachtrag im Mai 2011: Das Ereignis hatte mich dennoch weiter verfolgt und erst mit dieser Erkenntnis habe ich einen weiteren Teil gelöst: Natürliche versus künstliche Schuld

Es geht um das Thema Schuld. Das Universum kennt keine Schuld, nur Ursache und Wirkung. Ich habe keine Lust mehr, die Schuld für all das Leid zu tragen, was über Generationen verbreitet wurde. Warum auch? Das muss ich gar nicht mehr. Wir leben in einer Zeit, in der wir uns von 'Schuld' lösen dürfen. Allerdings ist es dazu wichtig, erst einmal herauszufinden, was denn überhaupt alles in uns Schuldgefühle auslöst, wo in den Tiefen unseres Unterbewusstseins stecken noch Trigger für Schuldgefühle?

Unter anderem eben genau in den 10 Geboten bzw. den damit verbundenen Emotionen in den Tiefen unseres Unterbewusstseins. Daher ist es aus meiner Sicht sehr hilfreich, sich die einzelenen Sätze genau vor Augen zu führen. Zu überlegen, zum einen, was die Sätze eigentlich für mich meinen, welche tiefere Bedeutung für mich in meinem heutigen Leben darin steckt. Zum anderen, welche Emotionen und Erinnerungen sie aufgrund von Fehldeutungen in mir hervorrufen.

Im Grunde kann es heißen, ich darf alles tun, was in den 10 Geboten steht, es kommt immer auf die Umstände an. Ich darf töten, ja muss sogar töten, um Fleisch zu essen. Ich darf stehlen, ja muss sogar stehlen, wenn ich ein Land erobere, welches ich dann mein eigen nennen möchte. Ich darf Ehebrechen, wenn es der einzige Weg ist, um eine Beziehung, die am Ende ist auch wirklich beenden zu können und so weiter ...

Was aber nun? Haben wir dann Sodom und Gomorrha, weil jeder tut, was er will und keine Richtlinien mehr gelten? Meine Antwort auf diese Frage lautet, höre auf deine innere Stimme. Diese innere Stimme zu hören ist Übungssache und es bedarf einer Reinigung, um Störungen in der Verbindung zu beseitigen. Inwieweit bin ich durch Glaubenssätze gestört? Wo treibt mich der Schuldgedanke? Was habe ich durch Falschmeldungen in den Medien zu meiner Wahrheiten gemacht? Wo werde ich unterschwellig manipuliert? Und so weiter und so weiter ...

Den Weg zu sich selbst und zu seiner eigenen Wahrheit muss jeder selber finden und ist sicherlich Teil unserer Lebensaufgabe. Der erste Schritt kann sein, aufmerksamer zu sein, sich bewusster zu machen, was uns steuert, was unsere wirklichen Motive sind.

Wir sind alle Schöpfer, wir alle bestimmen, was mit unserer Welt geschieht durch das was wir tun, ja sogar durch das was wir denken. Unser Bewusstsein erschafft Realität. Ein Schritt, um unsere Verbindung zu reinigen, ist darum zu bitten.

Aus meiner Erfahrung ist noch wichtig bei solchen Bitten, nicht die Geduld zu verlieren und offen zu sein für das was kommt. Am Ende erfüllen sich unsere Wünsche, vielleicht nicht auf die Art, wie wir dachten, sondern auf eine viel bessere, auf eine viel passendere Weise, die wir zum Zeitpunkt unserer Bitte noch gar nicht absehen konnten.

Zu den 10 Geboten wurde mir gesagt, es geht im Grunde darum, anderen nichts anzutun, was du nicht willst, dass dir selbst getan wird. Auf den ersten Blick klingt das gut, aber manche Dinge, die mir angetan wurden, waren auf den ersten Blick übel, im Nachhinein gar nicht so schlecht und manchmal sogar eine Chance. Also nicht immer einfach zu entscheiden, wie dem auch sei, wir dürfen Fehler machen.

Sei du selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst - Mahatma Gandhi
Lerne dich selber zu lieben, dann kannst du deinen Nächsten lieben - Jesus.

Meine Anregungen und Interpretationen zu den 10 Geboten sind hier zu finden.
Auch hier gilt: Glaube mit nichts! Finde deine eigene Wahrheit!

 

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