☰ Show Menu

Pendel der Emotionen


 

Wenn es darum geht, wieder in unsere eigene Kraft zu kommen, dann kann es hilfreich sein, uns mit unseren Emotionen auseinander zu setzen, indem wir sie trainieren. Das Training macht uns weniger anfällig für Fremdsteuerung. Das Pendel der Emotionen funktioniert so, dass man sich selber absichtlich abwechselnd in negative und positive emotionale Zustände versetzt und abschließend in seiner Mitte zur Ruhe kommt.

Übung: Fühle Liebe ... und verweile in diesem Zustand für einige Zeit ... dann fühle Ärger und verweile einige Zeit ... dann fühle Freude ... dann Wut ... dann Harmonie ... dann Hass ... dann Glück, glücklich sein. Verweile in jedem Zustand ein wenig ... und dann komme auf die Nulllinie. Die Nulllinie bedeutet, dass du dich in einen neutralen Zustand zwischen positiven und negativen Emotionen befindest, also quasi in einem Ruhezustand.
Und dieser Ruhezustand wird intensiver, je mehr du die Emotionen in beide Richtungen auspendelst und dann in die Mitte zurückkommst. Spüre was da ist, spüre den tiefen Frieden, die Ruhe, die Kraft, all das, was auf dieser Mittellinie liegt.

Diese Übung kann dabei helfen, uns im Alltag leichter aus extremen Situationen heraus zu pendeln und wieder in unsere Mitte zu kommen, in den Ruhezustand, dort wo wir die Kontrolle über unsere Emotionen haben. Es sind dann nicht mehr die anderen, die bestimmen, ob wir z.B. Angst haben oder uns freuen.

In unserer "Spaßgesellschaft" wird uns oft suggeriert, permanent in positiven Emotionen verweilen zu müssen, um glücklich zu sein. Aber bei genauerer Betrachtung kann es sehr anstrengend sein, in ständiger Ekstase zu leben. Genauso ist es anstrengend in extrem negativer Emotion zu verweilen, also z.B. in ständiger Angst zu leben, wo wir die Anstrengung auch direkt spüren. Im Grunde kostet aber beides Kraft. Ruhe und Frieden hingegen finden wir, wenn wir in unserer Mitte sind, also auf der Nulllinie.

Es geht nicht darum, Emotionen zu bewerten. Wir wollen ja alle möglichen Arten von Emotionen durchleben, sie erfahren und Teil unseres Lebens sein lassen. Es geht darum, uns nicht mehr unkontrolliert von ihnen steuern zu lassen, wieder Kapitän auf unserem Schiff zu sein und selber den Kurs zu bestimmen, festzulegen, in welche Richtung wir gehen möchten.

Spezielle bei der Angst ist es so, dass sie uns in einer niedrigen Schwingung hält. Diese niedrige Schwingung hindert uns daran, unser volles Potential zu leben, zumindest, wenn wir permanent in dieser Schwingung bleiben. Fast alle Emotionen, die wir auf der negativen Seite einordnen, sind, wenn man sie zu ihrem Ursprung zurückverfolgt, durch Angst geprägt. Wir glauben uns oder unsere Errungenschaften schützen zu müssen, sie verteidigen zu müssen, dafür kämpfen zu müssen. Wir üben Gewalt aus, weil wir Angst haben. Angst ist die Emotion mit der niedrigsten Schwingungsfrequenz auf der Skala der Emotionen, Liebe hingegen ist die mit der höchsten Frequenz.

Speziell für die Überwindung von Angst gibt es viele Techniken und Methoden. Eine davon ist, sich der Angst zu öffnen, sie bewusst wahrzunehmen und groß werden zu lassen bis sie sich auflöst.

Dazu folgende Übung: Wenn die Angst da ist, dann lass dich komplett in diese Angst rein fallen, lass sie da sein. Wir tendieren dazu, Angst zu verdrängen, damit unterdrücken wir sie und sie bleibt unterschwellig immer vorhanden. Wenn wir sie aber spüren und sie ansehen, sie anerkennen, sie da sein lassen, dann löst sie sich auf.

Wir lassen uns also in die Angst fallen, lassen sie da sein, wir spüren sie voll und ganz. Wir lassen sie immer größer werden, wir lassen sie so groß sein, wie den Raum, in dem wir uns gerade befinden, oder wenn du draußen bist, wie die Umgebung und verweilen eine Weile dort.

Dann lassen wir die Angst so groß werden, wie das ganze Land, in dem wir uns befinden und verweilen dort. Dann lassen wir die Angst so groß werden, wie der gesamte Planet und verweilen dort.

Dann lassen wir die Angst so groß werden, wie das gesamte Universum und verweilen dort.
Wenn wir die Angst in dieser Form gespürt haben, dann stellen wir uns vor, wie sie sich auflöst in Licht und Liebe und übergeben sie an das Universum.

Wichtig ist das Bewusstsein, dass unser Körper und unsere Zellen diese Angst ganz tief in sich gespeichert haben und dass es einen Reinigungsprozess erfordert, um sie aus der DNA und aus allen Zellen des Körpers wieder heraus zu bekommen. Denn sie sitzt schon seit Jahrhunderten dort drin, sehr tief verankert, von Generation zu Generation weiter gegeben.

Cover

Angst ist die Energie, die einengt.
Liebe ist die Energie, die sich ausbreitet.

 

Zur Homepage

Zum Seitenanfang