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Gebote und der Donnergott


 

Gebote beginnen mit ‚du sollst nicht …', oder ‚du sollst …'. Warum brauchen wir Gebote? Wer hat uns die Gebote gegeben?

Im Internet lese ich "Die Herkunft dieses Textes ist von mysteriösen, furchteinflößenden Ereignissen umkleidet" und weiter lese ich "Schon zwei Monate, so schildert die Bibel, waren die Israeliten von Ägypten aus, dem Land ihrer Knechtschaft, unterwegs, nun erreichten sie die Wüste Sinai.

Am Fuß des Berges Sinai schlagen sie ihr Lager auf. Von den Höhen des Berges herab macht Gott dem Mose, ihrem Führer, ein Angebot: Er will mit dem Volk, das seit dem Auszug aus Ägypten die lange ersehnte Freiheit genießt und dabei ist, sich eine neue Ordnung zu geben, einen Bund schließen, wenn dies ihm treue Gefolgschaft verspricht.

Dem stimmen die Israeliten zu. Drei Tage bereiten sich die Menschen auf den großen Tag vor: Sie waschen ihre Kleider; Männer und Frauen verzichten ab sofort auf intime Begegnungen; vor allem halten sie gehörig Abstand zu dem Berg, auf dem sich dieser machtvolle Gott offenbaren wird. Denn wenn sie - mit Ausnahme von Mose - diesen Abstand nur geringfügig unterschreiten, sind sie des Todes. Im Feuer kommt Gott herab, Rauch steigt auf, der Berg bebt, eine mächtige Posaune ertönt. Und schließlich teilt dieser furchterregende Gott dem Mose, der als einziger in seine Nähe darf, die Zehn Gebote mit (2. Buch Mose, Kapitel 19 und 20)".

Wenn man den Erzählungen von Erich von Däniken Beachtung schenkt, dann kommen einem bei solch seltsamen Beschreibungen einer Gottheit vielleicht Zweifel? Ist Gott jemand, der einen Vertrag mit Menschen schließt, in dem er treue Gefolgschaft fordert? Ist Gott jemand, der in Feuer herab kommt? Ist Gott jemand der tötet, wenn ihm die Menschen zu nahe kommen?

Wenn man länger darüber nachdenkt, dann machen die Thesen von Erich von Däniken deutlich mehr Sinn, nämlich dass es sich hier um Außerirdische handelt, die sich die Menschen untertan machen. Und das scheinen nicht unbedingt solche Außerirdischen zu sein, die liebevoll sind, oder voller Weisheit, oder uns wohlgesonnen.

Vielmehr lässt sich dort ablesen, was mit der Menschheit seit Jahrtausenden passiert. Die Menschheit hat sich dunklen Mächten untertan und zu deren Sklaven gemacht. Im Alten Testament sind solche grausamen Beschreibungen eines angeblichen Gottes zu Hauf zu finden. Meine Freundin sagte mal vor langer Zeit zu mir, sie glaube nicht an das was im Alten Testament steht, denn sie glaube nicht, dass Gott so grausam ist.

Seinerzeit hatte ich noch nichts von Erich von Däniken gehört und wusste nicht, wie ich das einordnen sollte. Mittlerweile offenbart sich mehr und mehr, dass all dies wahre Zeitzeugenberichte sind, aber dieser machtvolle Gott war wohl eher ein Wesen, welches sich als Gottheit ausgegeben hat.

Eine andere Freundin hat mal ein Brainstorming mit mir veranstaltet und mir diverse Begriffe genannt, zu denen ich spontan sagen sollte, was mir einfiel. Als sie das Wort Gott sagte, da war es so, dass ich furchtbar erschrak und das Bild eines drohenden Donnergottes vor mir hatte, so wie es im Alten Testament oft beschrieben war. Auch da war es so, dass ich noch nichts von Erich von Däniken gehört hatte und furchtbar verwirrt war, ein solch negatives Bild von Gott tief in mir verankert gehabt zu haben.

Mittlerweile hat sich das Bild einer personifizierten Gottheit in mir aufgelöst. Das Göttliche ist für mich nun eher die Energie, die alles Leben miteinander verbindet und die in allem was ist vorhanden ist. Wir alle sind also Gott und niemand allein ist Gott. Das göttliche ist für mich also Alles-Was-Ist.

Warum schreibe ich jetzt darüber? Es geht um das Gebot ‚du sollst nicht stehlen'. Heute hatte ich eine Erkenntnis, die mir klar machte, dass Menschen dann stehlen, wenn sie Angst haben, nicht genug zu bekommen. Sie stehlen, wenn sie kein Vertrauen in die Fülle des Lebens haben. Sie stehlen, wenn sie abhängig sind, so wie jemand, der die Droge unbedingt braucht und nicht auf den Moment warten kann, wenn das Leben das, was benötigt wird, schenkt.

Stehlen hat etwas damit zu tun, getrennt zu sein, denn wenn ich mit meiner inneren Weisheit verbunden bin, dann brauche ich nichts, was ich gerade nicht habe. Wenn keine Gier in mir ist und keine Abhängigkeit, dann kann ich darauf vertrauen, dass das Leben mir genau das schenkt, was ich brauche, ich muss mir dann nichts weiter nehmen, also stehlen, wenn ich im Vertrauen bin.

Auch zu dem Gebot ‚du sollst nicht töten', wurde mir klar, dass ich einen Menschen, den ich liebe nicht töten kann. Wenn die Menschen in ihre Herzenergie gehen, dann ist da der Wunsch nach Einheit und das Gefühl der Verbundenheit und das Erkennen des Selbst im Anderen, dann ist da kein Verlangen, den anderen zu töten.

Weitere Gedanken hatte ich auch zum ersten Gebot "du sollst keine anderen Götter haben neben mir". Vor dem Hintergrund, dass dieses Gebot von einem selbsternannten Gott stammt, der sicher gehen möchte, der einzige Herrscher zu sein, macht dieser Satz durchaus Sinn. Hat die Urquelle allen Seins es nötig, auf derartige Weise eine Machtposition zu sichern? Das konnte ich mir nicht wirklich vorstellen.

Was bewirken aber nun diese 10 Gebote? Sie haben sich tief in unserem Unterbewusstsein festgesetzt, denn sie wurden von Generation zu Generation immer weiter gegeben. Im Jahre 2010 habe ich in einem Seminar eine Übung dazu machen dürfen. Dort wurde zu jedem einzelnen Gebot geschaut, was es an Fehldeutungen in uns auslöst und diese Fehldeutungen durften sich durch die Bewusstwerdung lösen.

Einige Jahre später ging ich noch weiter und es war so, dass ich jeden einzelnen Glaubenssatz, also jedes einzelne Gebot aus meiner DNA, aus meinem Energiesystem, aus meinem ganzen Sein heraus löschte.

Mir wird heute, im Jahre 2014, mehr und mehr bewusst, dass es durchaus sinnvoll war, dies zu tun. Insbesondere, wenn mehr und mehr zum Vorschein kommt, woher diese Gebote eigentlich stammen und welchen Zweck sie hatten, nämlich uns zu unterwerfen, uns in Schuld gefangen zu halten, uns von unserem wahren Sein abzutrennen. Denn wenn wir mit unserem tatsächlichen Sein verbunden sind, dann ist da Vertrauen und Liebe und keinerlei Bedarf, auch nur eines der Gebote in Form von Verboten befolgen zu müssen.

Im Jahr 2010 schrieb ich auf meiner Webseite dazu folgenden Text, der mir heute, 2014, mit diesen neuen Erkenntnissen, noch einmal in einem anderen Licht erscheint:

"Im August 2010 besuchte ich ein energetisches Seminar. Dort war Teil einer Übung, die 10 Gebote näher zu betrachten. Ich sträubte mich zunächst ein wenig, denn hatte ich nicht diese Sätze als Kind im Religionsunterricht mal auswendig lernen müssen, sie aber später verdrängt. Was soll ich mit diesen Zeigefinger-Drohungen 'du sollst nicht ...', 'du darfst nicht .... ', 'du bist schlecht, wenn du das und das tust...'?

Aber genau darum geht es. Als Kind habe ich diese Sätze verinnerlicht. Von meinen Eltern habe ich bewusst oder unbewusst diese Glaubenssätze übernommen. Diese haben wiederum von ihren Eltern diese Sätze übernommen. Und so haben wir ein Erbe über Jahrhunderte, über Generationen in uns verankert. Leider nicht nur im Bewusstsein, sondern ganz tief im Unterbewusstsein.

Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, wir hatten einen Hühnerstall und auch Ratten, die sich in dem Stall breit machten. Die Hühner legten keine Eier mehr durch die Ratten. Nun hielten wir aber die Hühner wegen der Eier und somit wurden die Ratten gejagt.

Eines Nachmittags ging ich in den Hühnerstall, um nach Eiern zu suchen. Im Futtertrog saß seelenruhig eine Ratte und fraß Hühnerfutter. Das war ein sehr ungewöhnliches Verhalten für eine Ratte, denn normalerweise sah man die Tiere nur von hinten, wenn sie rasend in ihren Löchern verschwanden.

Dies begab sich zu einer Zeit, als jeden Abend Rattenjagd gemacht wurde und gemeinsam mit unserem Hund die eine oder andere getötet wurde. Ich überließ die Ratten lieber unserem Hund. Wenn er, der Hund, einer Ratte das Genick brach, dann störte mich das nicht.

Wir hatten auch Katzen und wenn diese Mäuse fingen, dann spielten sie so lange mit den Tieren bis sie müde und erschöpft waren, erst dann töteten und fraßen sie die Maus. Die Maus tat mir wahnsinnig Leid, aber so ist nun einmal die Natur und ich kann die Natur nicht ändern.

Zurück zur Ratte, die im Futtertrog saß und gemütlich fraß. Ich verließ den Hühnerstall, um eine Latte zu suchen, mit der ich das Tier erlegen könnte, wenn es denn noch da wäre. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass die längst weg ist, wenn ich wieder zurückkomme. War sie aber nicht, sie saß da und bat förmlich um den Tod, denn jedes gesunde Tier wäre seit Stunden weggerannt. Ich schlug zu, die Ratte war sofort tot.

Nun heißt es in den 10 Geboten, ‚du sollst nicht töten'. So gut es ging, versuchte ich immer wieder dieses Ereignis zu verdrängen, es zu vergessen. Es ist mir nicht gelungen. Immer wieder hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn unter anderem war tief in mir drin, in meinem Unterbewusstsein verankert, ich darf nicht töten. Daraus hatte sich ein Glaubenssatz gebildet: ‚ich werde mich immer schuldig fühlen, wenn ich töte'. Um diese Beklemmnis zu lösen, war der einzige Weg, den Glaubenssatz zu löschen. Denn nur, wenn dieser Satz für mich nicht mehr gilt, erst dann kann ich wieder Frieden mit mir selber finden.

Es geht um das Thema Schuld. Das Universum kennt keine Schuld, nur Ursache und Wirkung. Ich habe keine Lust mehr, die Schuld für all das Leid zu tragen, was über Generationen verbreitet wurde. Warum auch? Das muss ich gar nicht mehr. Wir leben in einer Zeit, in der wir uns von Schuld lösen dürfen. Allerdings ist es dazu wichtig, erst einmal herauszufinden, was denn überhaupt alles in uns Schuldgefühle auslöst, wo in den Tiefen unseres Unterbewusstseins stecken noch Trigger für Schuldgefühle?

Unter anderem eben genau in den 10 Geboten bzw. den damit verbundenen Emotionen in den Tiefen unseres Unterbewusstseins. Daher ist es aus meiner Sicht sehr hilfreich, sich die einzelnen Sätze genau vor Augen zu führen. Zu überlegen, zum einen, was die Sätze eigentlich für mich meinen, welche tiefere Bedeutung für mich in meinem heutigen Leben darin steckt. Zum anderen, welche Emotionen und Erinnerungen sie aufgrund von Fehldeutungen in mir hervorrufen.

Im Grunde kann es heißen, ich darf alles tun, was in den 10 Geboten steht, es kommt immer auf die Umstände an. Ich darf töten, ja muss sogar töten, um Fleisch zu essen. Ich darf stehlen, ja muss sogar stehlen, wenn ich ein Land erobere, welches ich dann mein eigen nennen möchte. Ich darf Ehebrechen, wenn es der einzige Weg ist, um eine Beziehung, die am Ende ist auch wirklich beenden zu können und so weiter...

Was aber nun? Haben wir dann Sodom und Gomorrha, weil jeder tut, was er will und keine Richtlinien mehr gelten? Meine Antwort auf diese Frage lautet, höre auf deine innere Stimme. Diese innere Stimme zu hören ist Übungssache und es bedarf einer Reinigung, um Störungen in der Verbindung zu beseitigen. Inwieweit bin ich durch Glaubenssätze gestört? Wo treibt mich der Schuldgedanke? Was habe ich durch Falschmeldungen in den Medien zu meiner Wahrheiten gemacht? Wo werde ich unterschwellig manipuliert? Und so weiter und so weiter ...

Den Weg zu sich selbst und zu seiner eigenen Wahrheit muss jeder selber finden und ist sicherlich Teil unserer Lebensaufgabe. Der erste Schritt kann sein, aufmerksamer zu sein, sich bewusster zu machen, was uns steuert, was unsere wahren Motive sind.

Wir sind alle Schöpfer, wir alle bestimmen, was mit unserer Welt geschieht durch das was wir tun, ja sogar durch das was wir denken. Unser Bewusstsein erschafft Realität. Ein Schritt, um unsere Verbindung zu reinigen, ist darum zu bitten.

Anregung für unsere Bitten an Gottvater und Gottmutter, an das All-Eine, an Vater-Mutter des Kosmos: 'Gib uns göttliche Führung für das was wir erschaffen, lass Himmel und Erde eine gemeinsame Schöpfung sein, nach deinem göttlichen Willen' .

Aus meiner Erfahrung ist noch wichtig bei solchen Bitten, nicht die Geduld zu verlieren und offen zu sein für das was kommt. Am Ende erfüllen sich unsere Wünsche, vielleicht nicht auf die Art, wie wir dachten, sondern auf eine viel bessere, auf eine viel passendere Weise, die wir zum Zeitpunkt unserer Bitte noch gar nicht absehen konnten.

Zu den 10 Geboten wurde mir gesagt, es geht im Grunde darum, anderen nichts anzutun, was du nicht willst, dass dir selbst getan wird. Auf den ersten Blick klingt das gut, aber manche Dinge, die mir angetan wurden, waren auf den ersten Blick übel, im Nachhinein gar nicht so schlecht und manchmal sogar eine Chance. Also nicht immer einfach zu entscheiden, wie dem auch sei, wir dürfen Fehler machen."

Wenn ich heute, 2014, lese, es sei wichtig, nicht die Geduld zu verlieren, denn unsere Wünsche erfüllen sich auf eine Weise, die wir zum Zeitpunkt der Bitte noch gar nicht absehen konnten, dann passt das sehr gut. Denn 2010 hatte ich noch nicht die Idee, die Gebote könnten von falschen Gottheiten stammen. Vor diesem Hintergrund macht das alles jedoch viel mehr Sinn.

Abschließend möchte ich zu meinem Text aus 2010 anmerken, dass ich die Tötung der Ratte immer noch bedauere. Außerdem möchte ich keinen Freifahrtschein dafür verteilen, andere Menschen zu verletzen. Natürlich gilt es, dem Leben mit Respekt zu begegnen.

Aber dieser Respekt fehlt uns deshalb, weil wir manipuliert wurden, nicht in Verbindung mit unserem göttlichen Kern zu stehen, weil wir getrennt wurden. Durch die Rückverbindung mit unserer Seele, mit unserem göttlichen Kern, werden wir spüren, was richtig ist, werden wir tief in uns drin wissen, wie wir unser Leben bestmöglich gestalten und wir werden im Einklang mit allen Lebewesen und der Natur leben wollen, weil es tief in uns drin unser Wesen ist, in Liebe zu leben, aus unserem Herzen heraus zu handeln.

Zusätzlich zu dem Einführungstext von oben, habe ich 2010 auf meiner Webseite die Übung veröffentlicht, in der es darum ging, sich zu jedem einzelnen Gebot Gedanken zu machen, sich in jedes einzelne Gebot hinein zu spüren. Wir waren damals eine 4er Gruppe und tauschten uns gegenseitig aus.

Auch wenn sich mittlerweile weitere Aspekte gezeigt haben, so bringe ich dennoch den unveränderten Text aus 2010 hier ein:

Die zehn Gebote:

  • 1. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir
  • 2. Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen.
  • 3. Du sollst den Feiertag heiligen.
  • 4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
  • 5. Du sollst nicht töten.
  • 6. Du sollst nicht Ehebrechen bzw. nicht Unkeuschheit treiben.
  • 7. Du sollst nicht stehlen.
  • 8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.
  • 9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.
  • 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.

"Übung: Wenn Sie möchten, dann machen Sie sich zunächst zu jedem Gebot ihre eigenen Gedanken. Vergleichen Sie erst dann mit meinen Ausführungen (siehe weiter hinten im Text). Glauben Sie mir nicht, finden Sie ihre eigene Wahrheit, bei der Sie wissen, dass es für Sie zu diesem Zeitpunkt Ihres Lebens stimmig ist.

Achten Sie auf Ihre Emotionen. Was machen diese Sätze mit Ihnen, rufen sie Freude oder Bedrücktheit hervor? Welche Erinnerungen werden in Ihnen wach, z.B. an Ihre Kindheit oder an Situationen in ihrem Leben? Die unangenehmen Stimmungen werfen Sie dann in einen imaginären Topf und lassen diese einfach da sein. Es ist gut, dass sie da sind und Sie brauchen sich nicht dagegen zu wehren, lassen Sie einfach zu und dann in den Topf damit.

Am Ende der Übung, wenn Sie sich alle Gebote vor Augen geführt haben, oder wenn Sie mögen auch schon mal zwischendurch, dann dürfen Sie diesen Topf symbolisch ins Licht geben und alle Emotionen loslassen, die Sie im Zusammenhang mit den Geboten erfahren haben und nicht mehr brauchen und nicht mehr festhalten wollen.

Es kann sein, dass Sie nicht gleich alle Emotionen auf einmal loslassen können oder wollen. Das ist völlig in Ordnung, denn manchmal braucht es einfach Zeit und vielleicht noch das ein oder andere neue Erlebnis, um wirklich loslassen zu können."

Auch wenn diese Übung beendet ist, so ist es wahrscheinlich so, dass das Leben uns immer wieder in Situationen laufen lässt, in denen wir mit unangenehmen Emotionen im Zusammenhang mit den Geboten konfrontiert werden.

Dann ist es meist ausreichend, diese Emotionen einfach da sein zu lassen und ihnen Raum zu geben und sich an daran zu erinnern, dass es eine Verbindung mit den Geboten gibt. Einfach alles beobachten und vielleicht etwas sagen, wie "Aha, ich habe jetzt Angst oder ich fühle mich jetzt schuldig, weil ich mich anders verhalte oder anders fühle als die Gebote es vorschreiben."

Einfach alles da sein lassen. Durch das Erkennen und akzeptieren wird sich schließlich alles auflösen, auch wenn es manchmal viele Wiederholungen braucht bis alles gelöst ist. Manchmal sind die Gebote auch nur Teil der Ursache und es gilt noch andere Aspekte zu erkennen, die gesehen werden wollen.

Meine Ausführungen, die sich aus der Übung im Seminar ergeben haben, lauteten damals wie folgt:

"Zehn Gebote heißen die Regeln, die Moses auf dem Berg Sinai von Gott erhielt, damit Menschen friedlich miteinander leben können. Diese Gebote waren ursprünglich nicht in deutscher Sprache, daher ist zu bedenken, dass bei Übersetzungen im Laufe der Zeit immer die jeweils gültigen Weltbilder eingeflossen sind.

Es ist an der Zeit, unser heutiges Weltbild einfließen zu lassen. Außerdem sollten wir uns lösen von Schuldgefühlen und uns befreien von den Spuren der Missdeutungen. Es folgen meine Anregungen, die durch meine persönlichen Erfahrungen geprägt sind.

Manch einer denkt vielleicht, "was soll ich mit den 10 Geboten, die sind sowieso völlig veraltet und betreffen mich nicht." Das gilt ggf. für das Bewusstsein. Wenn wir bedenken, dass unsere Eltern, unsere Großeltern und deren Eltern einmal nach diesen Regeln gelebt haben, dann sind diese Regeln unbewusst an die nächste Generation weiter gegeben worden. Daher ist es wichtig, herauszufinden, was in uns schlummert, was auf uns wirkt, ohne dass wir es wissen.

0. Du sollst nicht auf die heiße Herdplatte fassen.
Sorry, das Gebot gehört nicht dazu, aber ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass es sich um Gebote, gut gemeinte Ratschläge, nicht um Verbote handelt.

Natürlich muss ich mal auf die Herdplatte fassen, damit ich weiß, was eine heiße Herdplatte ist und wie sich das anfühlt. Zum Glück habe ich ein Schmerzempfinden und Gefühle, die mir sagen, wann es genug ist und wann ich meine Hand wieder runter nehmen sollte. Wie sonst sollen wir im Leben erkennen, was gut für uns ist, wenn nicht durch eigene Erfahrung. Es ist keine Sünde, sich nicht an die Gebote zu halten. Es kann jedoch helfen, wenn wir unsere eigenen Erfahrungen mit den Geboten abgleichen.

1. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Hier geht es darum, sich auf die Grundessenz zu konzentrieren. Ein Ratschlag, sich nicht zu verzetteln und sich dadurch weiter vom göttlichen Ursprung zu entfernen, als ihn zu finden.

Jesus sagte: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, außer durch mich." Es lässt sich so verstehen, dass Jesus uns auffordert, diesen Satz selber zu sagen. Wir finden nur zu unserem göttlichen Ursprung, wenn wir diesen in uns selber suchen, unsere ureigene Verbindung zu Gottvater-Gottmutter des Kosmos.
2. Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen.

Wenn uns gesagt wird, wir kommen in den Himmel, wenn wir so und so viel Geld spenden, oder wir kommen eben nicht rein, wenn wir nicht spenden, dann würde ich mal sagen, da ist der Name des Herrn im Sinne der Spendenaktion bzw. des Spendenempfängers missbraucht worden.

Früher gab es viele ‚Herren', da war der Chef der ‚Herr' oder ein gesellschaftlich besser gestellter Mann der ‚Herr'. Also generell eine Respektsperson. Es sollte also vermieden werden, irgendeine Autorität zu missbrauchen, um seinen eigenen Willen durchzusetzen oder andere Menschen zu manipulieren.

3. Du sollst den Feiertag heiligen.
In der heutigen Zeit sind an Feiertagen manche Geschäfte geöffnet, der öffentliche Verkehr geht weiter, hier und da arbeiten Menschen. Feiertage werden manchmal zu Freizeitstress. In der heutigen Zeit geht es in diesem Gebot nicht mehr um den einen Tag, an dem alle diesen Tag heiligen. Sondern vielmehr die Zeit, die jeder für sich selbst findet. Das können mal einige Minuten zwischendurch sein, in denen wir uns einfach auf uns selber besinnen, uns selber wertschätzen, lieben und ehren.

Diese Zeit sei uns heilig, innezuhalten und uns zu besinnen. Feier, das bedeutet Spaß, Leichtigkeit, Liebe und Licht. All diese Dinge immer wieder zu genießen, Freude zu empfinden, Heil sein. Wenn wir uns immer wieder diese Zeit nehmen, dann heiligen wir unseren ganz persönlichen Feiertag, wann immer wir wollen.

4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Bei diesem Gebot gab es in unserer 4er Gruppe bei der Übung ein zweigeteiltes Lager. Die eine Seite fühlte sich wohl bei dem Gedanken, Vater und Mutter zu ehren. Die andere Seite hatte unangenehme Erinnerungen an Situationen mit den Eltern. Es gab also einen Konflikt mit dem, was gefühlt wird und was uns die Gesellschaft bzw. dieses Gebot vorschreibt, zu fühlen.

Es ging in der Übung nicht darum, die Konflikte mit den Eltern zu lösen, denn die dürfen da sein. Es ging darum, sich von der Verpflichtung zu lösen, die Eltern ehren zu müssen. Sobald diese Verpflichtung weg ist, hat das schlechte Gewissen keine Existenzgrundlage mehr. Diese Beklemmung wäre ein Beispiel für eine Emotion, die in den imaginären Topf gegeben und losgelassen werden kann, sofern wir bereit dazu sind.

Für mich persönlich bedeutet dieses Gebot, meinen Ursprung zu akzeptieren, dankbar für mein Leben zu sein. Meine Lernaufgabe anzunehmen, denn ich habe mir genau diese Eltern ausgesucht, weil sie mir genau die Umgebung schaffen, die ich in meinem Leben brauche, für das was ich lernen soll und für das was ich mir selber für dieses Leben vorgenommen habe.

Weiter ist das Gleichgewicht zwischen männlichem und weiblichen Prinzip, Yin und Yang, Gottvater und Gottmutter wichtig, denn beide Seiten existieren in uns. Es gilt, das Wunder der Schöpfung anzuerkennen, indem ich mich auf meine Eltern besinne, denn ohne sie wäre ich nicht. Das Leben ist ein wertvolles Gut.

5. Du sollst nicht töten.
Bei diesem Gebot habe ich ganz viele Emotionen in den Topf gegeben, weil mein Gewissen mich mehr und mehr plagte, selbst wenn ich einen Gewitterwurm von meinem Arm strich und ihn dabei aus Versehen zerquetschte.
Kürzlich sagte jemand zu mir: "Wie, du isst noch Fleisch, obwohl du doch so gesundheitsbewusst lebst?"
Nun, bei dieser Frage fühlte ich mich unwohl, klang da ein Vorwurf mit? Ich esse nun mahl Fleisch, nicht mehr so viel wie früher, aber schon.

Ich fühlte mich also schlecht, weil ich Fleisch esse. Nein, nicht weil ich Fleisch esse, sondern weil ich mir von anderen habe einreden lassen, dass es schlecht ist. Und genau dieses Gefühl gehört in den Topf, denn ich erlaube niemandem, mir einzureden, mich schlecht zu fühlen.

In einem Fernseh-Interview mit Barack Obama sah ich, wie dieser eine Fliege kurzerhand erschlug, weil diese ihn während des Interviews genervt hatte. Ich erschrak, oh Gott, was für ein Mensch ist dieser Barack Obama und muss mir jetzt Angst und Bange um den Weltfrieden sein?

In der Übung mit unserer 4er Gruppe begannen wir, uns Situationen zu überlegen, in denen wir uns gar keine Gedanken über das Töten machen, sondern es normal ist, es zu tun. Beispielsweise, wenn wir Parasiten aus unserem Körper ausleiten, wenn wir dem Hund die Zecke rausdrehen, wenn wir die Mücke erschlagen, die uns stechen will, wenn es Rattenplagen gibt, die wir bekämpfen, wenn wir unbemerkt beim Spazieren gehen auf ein Tier treten, wenn wir einem Tier den Gnadenstoß geben, wenn wir uns verteidigen, in Notwehr sind ...

Dieses Gebot erinnert uns daran, das Leben zu achten und wertzuschätzen. Niemanden aus einer Emotion heraus umzubringen, weil wir wütend oder verärgert sind. Nur dann zu töten, wenn es uns notwendig erscheint.

Dazu hatte ich ein weiteres Erlebnis, außerhalb der Übung im Seminar: In einer schamanischen Trommelreise ging es darum, sein Krafttier zu treffen. Diese Trommelreise war eine Reise tief in das eigene Unterbewusstsein. Vor der Reise wurde uns gesagt, wenn wir unser Krafttier treffen, kann es sein, dass es uns auffrisst. Wir sollen keine Angst davor haben, das sei sogar sehr gut. Zuerst habe ich nicht verstanden, was daran gut sein soll, aber nicht weiter nachgefragt.

Die Reise begann und was soll ich sagen, ich wurde tatsächlich von meinem Krafttier gefressen. Dann passierte etwas wunderbares, ich verschmolz förmlich mit der Energie meines Krafttieres, meine Energie wurde zum Lebenselixier des Tieres. Wir waren eins und es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl.

Außerdem habe ich auf einem Heilertag erfahren, dass eine Ursache für meine Skoliose darin liegt, dass ich in früheren Leben auf der Flucht umgekommen bin, es also nicht geschafft habe, meinem Angreifer zu entkommen.

Wenn ich mir vorstelle, dass dieser Angreifer ein wildes Tier war, welches mich gefressen hat, dann habe ich spätestens jetzt kein Problem mehr damit, Fleisch zu essen. Schließlich hat es mich selber auch schon erwischt.
Allerdings esse ich nun Fleisch mit einem ganz anderen Bewusstsein. Ich versuche, die Energie des Lebens raus zu spüren und bin unendlich dankbar für das was starb, um mir Leben zu schenken.

Aber auch weiterhin versuche ich eine nervige Fliege zuerst aus dem Fenster zu locken, oder mit ihr zu verhandeln, mich in Ruhe zu lassen, bevor ich daran denke, sie zu erschlagen. Jedes Leben ist wertvoll.

6. Du sollst nicht Ehebrechen.
Wegen diesem Verbot sind ungeborene Kinder getötet, geborene Kinder verleugnet oder verstoßen, Morde begangen worden. Generationen später findet jemand in einer Familienaufstellung heraus, dass es irgendwo im Familiensystem der Urahnen Geheimnisse gibt, welche ein oder mehrere heutige Familienmitglieder im Unterbewusstsein schwer belasten.

Die meisten Ehebrüche sind Geheimnisse und wenn bei Geheimnissen etwas schwerwiegendes, wie ein Mord oder eine Abtreibung geschieht, worüber niemand reden darf, dann ist das eine ungeheure psychische Belastung für die beteiligten Menschen. Diese Belastung wird unbewusst an die eigenen Kinder weitergegeben und diese geben es an ihre Kinder weiter und diese wissen gar nicht, was sie so bedrückt oder krank macht. Nur wenn der Ursprung gelöst und aufgedeckt wird, entspannt sich die Situation.

Unsere Gesellschaft erlaubt lediglich die Ehe mit einem Partner. In anderen Gesellschaften, z.B. im Tibet vor 1950, also vor Einzug der Chinesen, war es sowohl der Frau, als auch dem Mann erlaubt, mehrfach zu heiraten, also auch parallel. Scheidung war ein allgemein akzeptierter Vorgang.

Es erfordert Menschen, die sich selber lieben, um den Partner bedingungslos lieben zu können, ohne Eifersucht, Besitzanspruch, Neid oder Angst, verlassen zu werden, ohne falschen Stolz, wenn man betrogen wird. Mit Toleranz der Freiheit des anderen. Nicht ganz einfach.

Es gibt so viele unterschiedliche Szenarien im Zusammenhang mit Ehebruch. Es handelt sich um ein sehr komplexes Thema und es fällt schwer, allgemeingültige Antworten zu finden. Der eine lebt lieber mit der Lüge, um niemanden zu verletzen, aber trotzdem seine Triebe oder seine Gefühle auszuleben. Ein anderer sagt lieber die Wahrheit und muss ggf. mit Konsequenzen leben, die er oder sie so gar nicht will. Ein anderer unterdrückt seine Gefühle, was sich ggf. in späteren Krankheiten äußert.

Der Ausgang ist unberechenbar. In der einen Beziehung ist es gut, offen über außerpartnerschaftliche sexuelle Bedürfnisse zu sprechen, in einer anderen Beziehung wäre das eine Katastrophe. So viele Aspekte spielen eine Rolle, Neid, verletzter Stolz, mangelnde Eigenliebe, mangelnde Elternliebe, gesellschaftliche Ansprüche, Besitzansprüche, Egoismus, Engstirnigkeit, Verletzungen usw., nicht zuletzt Ängste, Haus, Kinder, Geld, gesicherte Existenz etc. zu verlieren ....

Hier einige Vorschläge zu diesem Gebot:

  • Mut zur Wahrheit
  • Gesellschaftliche Akzeptanz und Anerkennung dessen, was seit Jahrhunderten sowieso passiert, denn Menschen haben außereheliche/außerpartnerschaftliche Bedürfnisse oder glauben, ihre Bedürfnisse dort befriedigen zu können oder zu müssen.
  • Keine Verurteilung, sondern Hinterfragen, was alle Beteiligten daraus lernen sollen und warum sie tun, was sie tun.
  • Sich selber lieben lernen, um den Partner bedingungslos lieben zu können.
  • Die eigene Liebe ‚heilen' und niemanden mit seiner Liebe erdrücken.
  • Auf seine eigenen Gefühle hören und sie annehmen, statt zu verdrängen, was raus will. Welche Aktion folgt, sollte jeder mit sich selbst ausmachen und die jeweilige Situation berücksichtigen. Es muss nicht zwangsläufig zum Ehebruch führen. Im Gegenteil, wenn Gefühlen Raum gegeben wird, dann ist Ehebruch oft gar nicht mehr nötig.
  • Wenn notwendig, Mut zur Trennung mit allen Konsequenzen.
  • Treu sein, wenn es die Gefühle so wollen.

In dem Seminar, in dem diese Übung gemacht worden ist, wurden Zettel mit den Geboten ausgeteilt. Bezeichnend ist, dass genau dieses 6. Gebot ‚du sollst nicht Ehebrechen' beim Ausdrucken durch einen Formatierungsfehler verloren gegangen war. Heute (11.10.10) habe ich eine mögliche Erklärung dafür gefunden. Im Internet fand ich eine andere Aussage zum 6. Gebot

6. Gebot: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben.
Das ist ein Satz, mit dem ich persönlich mehr anfangen kann. Laut Wikipedia ist Keuschheit ein ethisches Konzept der Mäßigung im Umgang mit Sexualität und bedeutet keineswegs sexuelle Enthaltsamkeit... Den Gegensatz zur Keuschheit, also die Unkeuschheit, bildet die Lüsternheit oder die Wollust.

Es geht also gar nicht um den Seitensprung oder die Affäre. Es geht um die Sexualität an sich. Also könnte mich das 6. Gebot darauf hinweisen, dass ich mich selbst beobachte und schaue, was meine Sexualität mit mir macht, wonach ich mich insgeheim sehne und was das über mich selber aussagt. Fühle ich mich wohl in meiner Haut? Wenn nicht, dann schaue, was du in dir verändern sollst, kannst oder möchtest, um dich wohl zu fühlen.

7. Du sollst nicht stehlen.
Erlaube dir selber, die Fülle des Lebens anzunehmen und damit auch allen anderen, die Fülle zu erkennen und zu leben. Gönne deinem Nachbarn mehr als dir selber. Dann brauchen wir dieses Gebot nicht mehr.

8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.
"falsch Zeugnis" heißt, etwas zu beurteilen, etwas nicht so wiederzugeben, wie es sich tatsächlich zugetragen hat. Sobald wir aber etwas wiedergeben, bringen wir unsere Sicht der Dinge ein. Dieses Gebot könnte uns also dazu auffordern, so ehrlich wie möglich zu uns selber und zu anderen zu sein, so neutral wie möglich, ohne zu urteilen.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.
Hierzu muss ich gestehen, nichts in den Topf geworfen zu haben, denn die Zielgruppe ist zunächst einmal männlich. Wenn der Satz nun lautet, "du sollst nicht begehren deines Nächsten Partner/Ehepartner", dann könnte ich mir Gedanken machen, was das für mich bedeutet.

Hier geht es noch nicht um die Tat, sondern um Gedanken und Emotionen. Diese kann ich nicht steuern, ich kann, ja ich sollte sie auch unbedingt zulassen, aber gleichzeitig auch beobachten und vielleicht nicht unmittelbar zur Tat schreiten.

Bei mir selber habe ich festgestellt, dass ich manche Gefühle beim Aufkeimen unterdrücke, weil ich glaube, ich dürfte sie nicht haben. Alle um mich herum sagen, ich darf diese Gefühle nicht haben.

Ich habe sie aber und meine Gefühle sind ein wichtiger Indikator, sie reden mit mir, sie zeigen mir, was tief in mir drinnen vorgeht und wonach ich mich tief in mir drinnen sehne. Warum soll ich diese wichtigen Hinweise also wegdrücken? Wer, wenn nicht ich selber kann besser beurteilen, wie es mir geht? Was, wenn nicht meine Gefühle, soll mir mitteilen, worum ich mich kümmern soll?

Ich halte es für immens wichtig, seine Gefühle ernst zu nehmen, sie anzunehmen, so wie sie sind. Denn deshalb sind sie da. Es ist ein wenig wie mit Schmerzen. Allzu oft begegnen wir den Schmerzen abweisend. "Oh Hilfe, Schmerz, geh weg! Ich will dich nicht, quäl mich nicht, lass mich in Ruhe!" Wir nehmen ggf. Schmerzmittel, um sie mundtot zu machen.

Was aber, wenn dieser Schmerz uns nur warnen will, weil eine Dampflok auf uns zurollt? Zuerst klopft der Schmerz leise und wir betäuben ihn. Der Schmerz kommt nach einer Weile zu sich und bemerkt mit Erschrecken, dass die Dampflok näher gekommen ist. Viel heftiger klopft er nun an deine Tür und versucht dich zu warnen ... schickst du ihn wieder weg? Oder siehst du vielleicht im Schmerz einen Verbündeten, der dir helfen will?

Nimm deinen Schmerz an und höre auf ihn, er ist da, um dir zu helfen. Sei freundlich zu ihm, denn er ist Teil von dir und hat seine Berechtigung. Versuche die Ursache zu finden, in diesem Fall, hinzuschauen und einen Schritt beiseite zu machen, um der Dampflok aus dem Weg zu gehen.

Ähnlich ist es mit den Gefühlen. Fragen wir uns, wo sie herkommen und was sie uns sagen wollen? Bei mir ist es mittlerweile manchmal so, dass ich ein Gefühl zulasse und es mir anschaue. Danach kann ich es gehen lassen, ganz von selber, es löst sich auf. Diese Erfahrung können wir aber nur machen, wenn wir bewusst zulassen statt zu verdrängen.

Das Gebot könnte uns dazu auffordern, zu bedenken, ob wir uns in eine bestehende Partnerschaft einmischen wollen. Ich mag dazu kein Urteil abgeben. Wichtig ist immer die Frage nach dem warum, die sich jeder selbst beantworten sollte.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.
Hier heißt es, "nicht zu begehren", also noch nicht die Tat, sondern der Gedanke.
In unserer Übungsgruppe meinte eine Teilnehmerin, "Gedanken werden zu Worten, Worte werden zu Taten."
Vielleicht weist uns dieses Gebot darauf hin, zu beobachten, was wir denken und uns bewusst zu werden, was in uns vorgeht. Sind wir habgierig? Warum sind wir? usw."

Soweit also die Übung, sich Gedanken zu machen, was die zehn Gebote in der heutigen Zeit für uns bedeuten könnten. Nun möchte ich die Übung umdrehen. Im Jahre 2014 frage ich mich also, was zu der damaligen Zeit mit der Übergabe der Gebote beabsichtigt gewesen sein könnte, als diese herrschenden Macht in einem Feuer spuckenden Gefährt vom Himmel herab kam.

Wie schon in der Übung zuvor, lade ich hier zu Spekulationen ein, denn ich kenne die Wahrheit natürlich nicht, möchte aber meiner Fantasie ein wenig freien Lauf lassen. Dazu gilt es noch anzumerken, dass ich mir vor einiger Zeit Vorträge von Michael Tellinger im Web angesehen habe.

Seiner Theorie zufolge gab es in Südafrika vor langer Zeit Außerirdische, die Gold aus der Erde abgebaut und abtransportiert haben. Dazu haben sie sich Technologien bedient, die auf Sound basieren, also unterschiedliche Tonfrequenzen nutzten, um Energie zu erzeugen. Dazu gibt es Steine in Südafrika, die auf diese Techniken hinweisen.

Weiter brauchten diese Außerirdischen die Menschen, um als Sklaven beim Abbau des Goldes tätig zu sein.
Nun fällt die Übergabe der zehn Gebote vielleicht nicht unbedingt in die Zeit des Goldabbaus in Südafrika, aber vielleicht brauchte auch diese herrschende Macht aus dem Donner-Ufo die Menschen als Arbeitskraft, als Energielieferant, oder aus sonstigen Gründen. Dann ließe sich aus der Überlieferung der Gebote auch eine andere Botschaft ablesen.

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir", spricht eindeutig dafür, den eigenen Machtanspruch zu sichern, ebenso wie "den Namen des Herrn nicht zu missbrauchen" klar stellt, dass es einen Herrn gibt, dem es zu folgen gilt.
Warum der Feiertag zu heiligen ist, lässt zu weitaus größeren Spekulationen zu. Wenn es um den Goldabbau ging, dann war das vielleicht der Tag, an dem das Gold abtransportiert wurde und die Menschen dem nicht im Weg stehen sollten.

"Vater und Mutter zu ehren" war eventuell wichtig, um die Tradition, nach den Geboten zu leben, von Generation zu Generation weiter zu geben und diese Tradition zu ehren.

"Du sollst nicht töten", war insofern wichtig, als dass eine bestimmte Anzahl Menschen gebraucht wurde und das "Material" sollte sich nicht selber eliminieren.

"Du sollst nicht Unkeuschheit treiben", stellt wiederum den Gegenpol dar. Denn eine zu große Zahl an Menschen galt es zu vermeiden, denn die wollte auch versorgt sein. Es könnte also eine Art Geburtenkontrolle sein, um Überbevölkerung zu vermeiden.

So, genug der Spekulation. Man könnte sich endlos weitere Gedanken machen, was denn mit der Übergabe der Gebote an die Menschheit durch die dunklen Mächte beabsichtigt war und sich in "Verschwörungstheorien" verlieren.
Natürlich stecken auch sehr viele positive Anregungen und Hinweise in diesen Sätzen, die bei entsprechender Auslegung durchaus wertvoll sind.

Was es aber unbedingt in uns zu bereinigen gilt, sind solche Glaubenssätze, die sich aus der Berücksichtigung der zehn Gebote in unserem Unterbewusstsein verankert haben und dort zu Unfrieden und Unfreiheit führen. Denn die Absicht, Regeln zur Verfügung zu stellen, nach denen die Menschheit in Frieden leben soll, geht im Unterbewusstsein nach hinten los.

Denn insgeheim verurteilen und bestrafen wir uns selber, oder auch gegenseitig, für die Nichteinhaltung dieser Regeln. Das führt dann genau zum Gegenteil, zum Unfrieden. Frieden kommt dann, wenn wir unser Handeln aus unserem Herzen heraus bestimmen, da braucht es keine Regeln.

Glaubenssätze beginnen entweder mit "ich werde immer …", oder "ich werde nie …". Beispiele für solche Glaubenssätze sind:

  • Ich werde mich immer schuldig fühlen, wenn ich töte (oder Fleisch esse).
  • Ich werde niemals glücklich sein können, denn ich bin ein Sünder.
  • Ich werde mich immer für meine Sünden bestrafen.
  • Ich werde mich immer schuldig fühlen, wenn ich unkeusch bin.
  • Ich werde mir niemals erlauben, Sexualität zu genießen.

Solche oder ähnliche Sätze, die jeder für sich individuell, z.B. in einer Brainstorming Phase einfach mal zusammenstellen könnte, lassen sich unter anderem mit der im Folgenden beschriebenen Methode aus unserem Energiesystem löschen.

Glaubenssätze löschen:

Stelle dir vor, wie du den entsprechenden Glaubenssatz, den du löschen möchtest, imaginär auf einen Zettel schreibst. Bitte dein höheres Selbst, all die Energie dieses Satzes aus deinem gesamten System, aus jeder Zelle deines Seins, aus deinem gesamten Sein herauszulösen und in den Zettel fließen zu lassen. Mit jedem Ausatmen stellst du dir vor, wie all diese gelöste Energie aus deinem System heraus in den Zettel hinein fließt. Wer möchte, kann je nach Glaubensrichtung z.B. geistige Helfer und Führer, oder Erzengel um Unterstützung bitten.

Wenn dann alle Energie aus dem System in den Zettel geflossen ist, dann stelle dir vor, wie durch die Flamme der Transformation dieser Zettel verbrennt und sich in positive Energie umwandelt, die du dann zurück ins Licht gibst. Oder gib den Zettel direkt ins Licht. Mache es so, wie es für dich stimmiger ist. Das wichtigste ist die Intention und dann, deiner Intuition zu folgen und es geschehen zu lassen.

 

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