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Innere Zerrissenheit


 

14.05.2014: Gestern habe ich mich zu einem energetischen Seminar angemeldet. In diesem Seminar geht es darum, unsere inneren Anteile zu heilen, unsere diversen Aspekte kennen zu lernen, inneren Einklang herzustellen. Es sind noch ca. 6 Wochen bis zu diesem Seminar, doch meine Entscheidung teilzunehmen, habe ich durch meine verbindliche Anmeldung bereits getroffen.

Dadurch habe ich meine Absicht kundgetan und in mir beginnt es, sich zu regen. Ich spüre eine innere Zerrissenheit, gegensätzliche Glaubenssätze, die sich ausschließen, aber dennoch alle in mir wohnen und jeder dieser Sätze hat seine Zeit, in der er die Oberhand gewinnt und mein Leben dominiert. Wenn nun aber all diese Sätze sich gleichzeitig melden und gegeneinander arbeiten, dann scheint es in mir zu brodeln, zu kämpfen, verzweifelt zu sein, raus zu wollen aus dieser Situation.

Aber ich kann nicht wegrennen, denn es findet in mir drinnen statt. Wenn schon in mir drinnen so eine Zerrissenheit herrscht, dann kann sich das im Außen nur in chaotischen Zuständen widerspiegeln. Ich bin sehr gespannt zu beobachten, wie sich das weiter entwickelt, und vor allem bin ich gespannt auf die Lösung, denn ich weiß, dass ich mich mit der Anmeldung zum Seminar und der Durchführung auch dazu bekannt habe, dass ich diese Zerrissenheit jetzt anschauen möchte, sie jetzt da sein lassen möchte, sie Teil meiner Herausforderung sein zu lassen, um sie damit zu erkennen, zu beleuchten und zu überwinden.

Wenn ich bis gestern noch gezweifelt hatte, ob dieses Seminar auf meinem Weg liegt, so fühle ich mich heute bereits bestätigt, dass es genau das ist, was ich nun brauche. Ich erhoffe mir durch die Lösung dieser inneren Konflikte einen Frieden, den ich bisher so noch nicht habe leben können.

Heute erhielt ich von jemandem eine Email mit dem Slogan "Peace is an inside job (Frieden ist eine Aufgabe, die intern zu erledigen ist)". Ich stimme zu, glaube aber auch, dass es manchmal einen Vulkanausbruch braucht, um dann wieder zur Ruhe zu kommen und einen noch tieferen Frieden zu finden.

Es gibt so viele innere Konflikte. Einmal war es so, dass mir ein Medium sagte, die öffentliche Person, ich nenne sie Mr. Z, sei sehr im Licht. Ich hingegen hatte gehört, dass diese Person eher scheinheilig ist und dunkle Machenschaften im dunklen Kämmerlein abhielt. Durch die Aussage des Mediums wurde mir aber auch klar, dass ich Mr. Z pauschal verurteilt hatte.

Ich hatte ihn abgelehnt, weil ich ihn für dunkel hielt. Jedes Mal, wenn ich wieder in den Medien von dieser Person hörte, kam in mir Empörung und Abneigung hoch, es stimulierte also meinen persönlichen Unfrieden. Als das Medium nun sagte, Mr. Z sei im Licht, war ich sehr verwirrt.

Ich ging dann in meine Herzenergie und schaute mir diese Person ganz neutral an. Da war wirklich Liebe, aber auch ganz dunkle Punkte. Ich umhüllte diese dunklen Punkte mit Liebe. Dadurch verändert sich etwas in mir. Die Person triggert nun keinen Unfrieden mehr in mir und mir wird wiederum klar, dass es nicht meine Aufgabe ist, andere für ihre Schattenseiten zu verurteilen. Denn auch das führt zu innerer Zerrissenheit anstatt zu Frieden. Ich kann ja gar nicht wissen, wie das große Bild aussieht und was in dieser Person wirklich vor sich geht.

Latent hatte ich bereits seit einiger Zeit beschlossen, an diesem Seminar teilzunehmen, aber wirklich Hebel in Bewegung setzen, das passiert erst, wenn wir uns in irgendeiner Form bekennen und zeigen, dass wir uns festgelegt haben. Das geschieht durch unsere Worte oder Taten. Solange es ein vager Gedanke ist, geschieht auch etwas, aber bei weitem nicht so zielgerichtet. Wir leben in einer materiellen Welt und Dinge manifestieren sich dann enorm stark, wenn wir diese in Wort oder Tat zum Ausdruck bringen. Am Anfang war das Wort.

Wohin geht mein Weg? Ich habe geglaubt, ich bräuchte das bedingungslose Grundeinkommen, um das zu verwirklichen, was ich im Leben erreichen möchte. Aber das stimmt nicht. Ich brauche nicht ein äußeres System, sondern ich kann mich verwirklichen trotz äußerem System, trotz aller Widrigkeiten, ich kann die Verantwortung für mein Leben übernehmen und es ist egal, in welchem System ich dafür lebe.

Das System wird sich mir anpassen und nicht anders herum. Ich gehe meinen Weg und alles, was es dort zu überwinden gilt, das wird auch überwunden. Es geht darum, meine Lektionen zu lernen, es geht nicht darum, gegen die Äußeren Widrigkeiten zu kämpfen, oder sie zu bejammern und ihnen die Schuld dafür zu geben, dass ich meinen Weg nicht gehen kann.

Nein, ich gehe meinen Weg und alles, was auf diesem Weg liegt, ist Teil meines Weges, dafür brauche ich keine äußere Legitimation. Ich darf und kann mir das selber erlauben. Ich bin die einzige, die mir das selber erlauben kann, niemand sonst kann das. Ich bin die erste Instanz über meinen Körper, meinen Geist und meine Seele. Ich bestimme, was in meinem Leben geschieht, ich bin diejenige, die mir selber die Zustimmung für das gibt, was ich lebe. Ich bin, ich habe die Macht, ich bin ICH SELBST.

Ich gab dem System die Schuld, nicht so leben zu können, wie ich das will. Ich gab andern Menschen die Schuld, mich nicht so sein zu lassen, wie ich bin. Aber die Schuld liegt nicht bei den anderen. Es hilft auch nicht, die Schuld dorthin zu schieben. Das löst meine Probleme nicht. Ich habe mich mit meinen Problemen auseinander zu setzen, das nennt sich Leben und das ist MEINE Aufgabe.

Es ist meine Aufgabe, mich mit mir selber auseinander zu setzen, meine Aufgabe die Herausforderungen bei mir zu lösen, erst dann kann ich auf andere schauen. Es ist wie im Flugzeug, wenn die Sauerstoffmasken herunter fallen. Erst die eigene Maske aufsetzen und atmen, erst dann den anderen helfen. Vielleicht müssen auch nur einige anfangen, den anderen zu zeigen, wie das geht, die Sauerstoffmaske aufzusetzen und die anderen machen es von ganz alleine nach.

Wenn ich also in diesem System nicht mehr zurechtkomme, wenn ich in diesem System nicht mehr funktionieren kann, dann schaue ich nach innen und suche dort nach einem Ausweg und nach Lösungen. Denn Lösungen gibt es zu Hauf, immer und immer wieder. Wir hätten die Herausforderungen nicht, wenn wir sie nicht lösen könnten. Und wenn wir es selber nicht können, dann finden wir jemanden, der uns bei der Lösung hilft.

 

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