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Deutungshoheit


 

07.05.2014: Vor einiger Zeit betrat ich einen Raum, in dem Antiquitäten ausgestellt waren. Dort befand sich in einer großzügigen räumlichen Ecke eine Sitzgruppe mit goldenen Sesseln und einem goldenen Sofa, sehr herrschaftlich, ca. aus dem 17. Jahrhundert.

Mein Atem stockte, denn irgendetwas löste dieser Anblick in mir aus. Ich stellte mir vor, wie die Aristokraten Zigarre rauchend und das Weltgeschehen leitend, sich in diesen Sesseln breit machten und sich über das gemeine Volk erhoben. Ich war nicht Teil dieser elitären Gemeinschaft, ich war die Dienstmagd, die Weisungen zu befolgen und die Herren zu bedienen hatte.

In diesem Raum sollte später ein Ritual stattfinden, denn ich befand mich auf einem energetischen Seminar. Ziel des Rituals war es, einen heiligen Raum zu schaffen. Nun war das, was ich dort in der Ecke sah, diese pompöse Sitzgruppe, alles andere als heilig.

Ich begann, mich in dieser Sitzgruppe niederzulassen, mich einmal in jeden Sessel zu setzen, das Sofa zu benutzen, denn ich wollte auch einmal dort sitzen und ich wollte wissen, wie es sich anfühlt. Allerdings wollte ich nicht so sein, wie die machthaberischen, selbsternannten Herrscher, ich wollte einfach nur bequem sitzen und den Komfort dieser Möbel spüren. Nach und nach schwand meine anfängliche Starre, in die ich durch den Anblick und durch die Erinnerung gefallen war.

Wir begannen, die Möbel beiseite zu räumen, um Platz zu schaffen für unser Ritual, welches wir ausführen wollten und den Raum zu putzen. Einige Stunden später, es war kurz vor Beginn des Rituals, betrat ich diesen Raum erneut und es war ein Gegensatz, wie er deutlicher nicht hätte sein können.

Durch die Reinigung, die meditative Vorbereitung, meine persönliche Auseinandersetzung mit meiner Zeit als Dienstmagd für hohe korrupte Herrschaften, war es uns tatsächlich gelungen, aus diesem Raum eine heilige Stätte zu machen.

Als ich diese heilige Stätte betrat, hatte ich das Gefühl, dieser Raum ist voller Andacht, voller Würde, voller Anmut, voller Gnade, einfach heilig eben, und damit meine ich nicht scheinheilig, wie es oft an manch als heilig deklarierten Stelle, der Fall ist. Nein, hier handelte es sich um etwas Ehrliches, etwas Wahres, etwas, was jeder, der den Raum betrat ganz tief in sich drin spüren konnte.

An diese Geschichte erinnere ich mich heute, weil ich gestern einem Interview zuhörte, in dem erklärt wird, wie die Herrschenden dieser Welt uns insofern hinters Licht führen, als dass sie eine gewisse Deutungshoheit besitzen. Es ist eine Art von Amnestie, also Straffreiheit, für jene Menschen, welche die Geschehnisse in unserer Welt lenken.

Diese Menschen dürfen korrupt sein, sie dürfen Verbrechen begehen, sie dürfen morden, sie dürfen foltern, verschleppen, betrügen, falsche Tatsachen als Wahrheit darstellen und sie sind diejenigen mit der Deutungshoheit, zu bestimmen, was wir davon als Wahrheit zu akzeptieren haben.

Sie selber werden natürlich für ihre Verbrechen niemals angeklagt, sondern gehen straffrei aus, denn sie bestimmen durch ihre Deutungshoheit, was Recht und was Unrecht ist, sie bestimmen, wer des Mordes angeklagt wird und wer einen Freifahrtschein zum Morden besitzt.

Erst heute Morgen beim Aufwachen wurde mir plötzlich klar, wie sehr ich dieser Gehirnwäsche zuvor unterlegen war. Ich konnte mir niemals vorstellen, dass ein Angehöriger der amtierenden Regierung des Mordes angeklagt wird. Mittlerweile beginne ich, das anders zu sehen, denn je mehr Wahrheit ans Licht kommt, desto mehr wird deutlich, wie verbrecherisch das Verhalten der Führungselite dieses Planeten wirklich ist. Und ja, warum sollen die denn bitteschön nicht zur Rechenschaft für ihr Verhalten gezogen werden?

Wer hat mich bisher eigentlich davon abgehalten, auch für diese Menschen geltendes Recht einzufordern? Welche Manipulation hat mich bisher in dem Glauben gelassen, die Deutungshoheit gehöre wirklich dieser Machtelite? Mir dämmert es mal wieder, wie gehirngewaschen ich bin.

Es geht hier nicht darum, Rache zu üben. Sicher nicht. Es geht auch nicht darum, zu verurteilen. Es geht ganz klar um Vergebung, um einen Schnitt zu machen. Es geht darum, denen zu vergeben, die uns etwas angetan haben. Es geht darum, uns selber zu vergeben, und es geht darum, die um Vergebung zu bitten, denen wir etwas angetan haben. Wir alle sind Täter und Opfer zugleich.

Wir alle spielen das Spiel mit, wir haben es mit uns machen lassen und gleichzeitig gemacht. Es ist an der Zeit, aus dem Spiel auszusteigen und dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, auch indem wir aus der Opferrolle aussteigen und indem wir Frieden schließen.

Wie können wir aussteigen? Indem wir erst einmal erkennen, wie wir hinters Licht geführt wurden und dem Einhalt gebieten, indem wir sagen "STOP, ich erlaube niemandem mehr, mich derart hinters Licht zu führen". Wenn wir damit beginnen, dann können wir, wie im Beispiel oben, die Möbel zur Seite rücken, den Raum reinigen und Platz für die Wahrheit machen. Dann kann ein heiliger Raum entstehen. Solange wir in Lüge verharren und fremden Mächten erlauben, uns ihre Deutungshoheit aufzudrängen, können wir uns nicht befreien.

Beginnen wir aber, zu erkennen, dass wir durch Gehirnwäsche und gezielte Fehlinformation in einer verdrehten Realität leben, dann folgt die Befreiung, zunächst in unserem Bewusstsein und im Bewusstsein vieler Menschen und dann in der äußeren Realität. Entziehen wir der Dunkelheit die Macht, lassen wir die Wahrheit ans Licht kommen.

Wie steige ich aus der Täterrolle aus? Wir Täter sind oft gar nicht vollkommen freiwillig Täter. Auch hier findet eine Gehirnwäsche statt. Wenn die Deutungshoheit mir befielt zu töten, dann töte ich, denn es ich ja rechtens. Aber, ist nicht jeder von uns ein freies Wesen? Hat nicht jeder von uns das Recht, für sich selber zu entscheiden, was mit dem eigenen Gewissen vereinbar ist?

Wenn natürlich das Herzchakra verschlossen ist, aus welchen Gründen auch immer, sei es durch schwarzmagischen Einfluss oder eigene Wahl, dann kann eine Entscheidung nicht frei getroffen werden. Dann bleibt nur Dunkelheit, Skrupellosigkeit, oder Lieblosigkeit. Wir sind dann denen hörig, von denen wir glauben, sie kennen den richtigen Weg und wir folgen.

Aber jeder, der von der Dunkelheit in einer solch tiefen Weise manipuliert wird, der hat tief in sich drin auch einen göttlichen Kern. Es gilt, an diesen göttlichen Kern zu appellieren, sich wieder daran zu erinnern, wer wir wirklich sind. Wir sind göttliche Wesen mit einem freien Willen, wir können und dürfen selber entscheiden, wie wir leben möchten und ob wir uns der Wahrheit öffnen möchten.

Jeder von uns kann das! Öffne dich deinem Herzen, erinnere dich, wer du in Wahrheit bist und befreie dich aus den manipulativen Fängen der Dunkelheit. Sei du selbst! Solange wir der Lüge glauben, solange wir gehirngewaschen sind, sind wir alle Handlanger der Dunkelheit und es macht keinen Sinn, uns deswegen gegenseitig zu verurteilen.

Wir alle haben Schattenseiten und wir alle können uns dem Licht zuwenden, alle gemeinsam, als Menschheit, die erwacht und sich befreit. Wir alle können die Macht zu uns zurückholen, die Macht der Wahrheit, die uns Frieden bringt.

 

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