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Vater Unser - Meine Geschichte dazu


 

Ein Gebet machte mich stutzig

Seit einiger Zeit betete ich wieder, unter anderem das Vater Unser. Anfang September 2010 war ich auf einem Heilertag. Dort wurde mir erklärt, dass das Universum Ursache und Wirkung kennt, dies aber nicht Schuld nennt. Schuld sei eine Erfindung des Menschen. Es wurde dann eine energetische Behandlung durchgeführt, um die Selbstvorwürfe und die Vorwürfe anderer, also das was Schuld ausmacht, zu lösen.

Wichtig war der Satz: "Ich sage ja zu meiner Vergangenheit und segne sie!" Alles was ich getan habe ist gut, denn es ist so wie es war und ist ein Teil von mir. Fehler gestehe ich ein, ohne mich schuldig fühlen zu müssen, denn wir machen Fehler, um zu lernen.

Einige Tage nach diesem Heilertag betete ich am Morgen das Vater Unser. Plötzlich begann ich bei der 6. Aussage zu stutzen ... erst jetzt bemerkte ich, dass ich um Vergebung meiner Schuld bat und mich dieser Satz schwer belastete. Hatte ich nicht einige Tage zuvor gelernt, mich von der Belastung des Schuldgefühls zu befreien. Wie konnte es sein, dass Jesus eine Aussage gemacht haben soll, die mich derartig belastet?

Und außerdem, wieso bete ich wie ein zusammen gekauertes Häufchen Elend? Ich will doch frei sein, ich will doch, dass dieses Gebet mir Kraft gibt, mich einschwingt für den Tag, mich beflügelt und zum Spiel einlädt. Ich bin würdig, dass ich Teil der Schöpfung bin und die Schöpfung in mir trage. Ich bin es mir wert, ein glückliches Leben zu führen. Ich erlaube mir, frei zu sein!

Jesus lebte vor mehr als 2000 Jahren und sprach kein Deutsch. Jeder Übersetzer eines Textes bringt seine eigenen Worte und sein Weltbild mit ein. Auch wurde das Gebet in den letzten Jahrhunderten oft dazu missbraucht, Menschen zu unterdrücken, sie zu beherrschen. All das schwingt noch mit ...

Wo finde ich also den ursprünglichen Text und die ursprüngliche Botschaft Jesu Christi? Ich stöberte im Internet und fand, dass Jesus aramäisch sprach und so auch das Vater Unser in aramäischer Sprache hinterlassen hatte.

Ich beschäftigte mich dann eine Weile mit der aramäischen Version, kam aber dann doch immer wieder zurück zur deutschen Version, da das Gebet vielfach verwendet wird. Da so viele Menschen es immer wieder aussprechen entsteht ein enormes Energiefeld, welches genutzt werden kann. Die Nutzung dieses Energiefeldes für bestimmte Zwecke ist durchaus Teil meines Erfahrungsschatzes. Und dennoch, für meinen eigenen Dialog mit dem göttlichen Ursprung war es nicht richtig rund.

Ich bearbeitete dann also meine Themen, die ich in Bezug auf das Gebet hatte, z.B. Schuldgefühle zu empfinden, oder Angst vor dem Bösen zu haben, etc. etc. Vieles habe ich mittlerweile lösen können, doch irgendwie wollte sich bei der Verwendung immer noch nicht die gewünschte Kraft zeigen, welche ich mir durch das Gebet erhofft hatte.

Dazu folgende Aussagen aus 2012:

Juni 2012:
Mittlerweile mag ich die Zeile 'vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern' sehr gerne. Wenn man es als reinen Energieausgleich betrachtet, dann stellt sich eine Balance im Körpergefühl ein, die sehr harmonisch ist. Denn natürlich empfangen wir manchmal mehr als wir geben oder umgekehrt und durch diesen Satz gleicht sich das einfach aus und alles ist gut.

November 2012:
Ich habe mir sagen lassen, dass das Vater unser mittlerweile energetisch gereinigt wurde. Die Kraft erlangt das Gebet dadurch, dass so viele Menschen es immer wieder aussprechen. Für mich fühlte es sich dennoch so an, dass ich meine eigenen Konflikte mit der deutschen Version lösen musste. Ich musste und muss mich immer noch von meinen Schuldgefühlen befreien, ich habe heraus gefunden, was das Böse unter anderem ist und kann besser mit der Angst davor umgehen. Unter dem Wort 'Vater' stelle ich mir die Urquelle allen Seins vor. Wenn ich all diese eigenen inneren Konflikte löse, dann bete ich auch das deutsche Vater unser wieder. Jedoch behalte ich meine eigenen Interpretation im Hinterkopf, wenn ich die Worte spreche. Traue also noch nicht wirklich so richtig. Zeigt mir aber auch, dass ich noch Dinge bei mir zu lösen habe.

Im Juni 2016 fand ich dann Anregungen, die vorschlugen in den Dialog mit Gott Dankbarkeit einfließen zu lassen und uns dadurch selbst mehr als einen Teil der Schöpfung zu sehen und uns an unsere eigene Schöpferkraft zu erinnern, statt Bittsteller zu sein. Der folgende Auszug stammt aus einem der Anastasia-Bücher. Es wird eine positive, zuversichtliche Stimmung erzeugt.

O mein Vater, der du allgegenwärtig bist (Vater als Symbol für die Kraft, aus der wir entstanden sind).
Ich danke dir für das Licht des Lebens.
Ich danke dir für die Gegenwart deines Reiches
Und für deinen liebenden Willen.
Das Gute geschehe!

Ich danke dir für die tägliche Nahrung (für Körper, Geist und Seele),
für deine Geduld und Nachsicht mit dem Bösen dieser Welt.
O mein Vater, der du allgegenwärtig bist!
Als deine Tochter will ich widerstehen
der Versuchung und der Sünde,
Will deiner Werke würdig sein.

O mein Vater, der du allgegenwärtig bist!
Als deine Tochter will ich dir zur Freude leben
und stets deinen Ruhm mehren.
Möge die Zukunft ganz deinem Traum gehören!
So soll es sein, so will ich es, ich, Deine Tochter,
O mein Vater, der du allgegenwärtig bist!

Hier geht es zum aramäischen Gebet mit diversen Anregungen

 

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