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Ein Blick in die Zukunft


 

Kürzlich war ich mal wieder auf der Webseite von Bob Olson (afterlifetv.com), einem Privatdetektiv, der zahlreiche Interviews mit Menschen geführt hat, die Nahtoderlebnisse hatten.

Eines dieser Interviews führte Bob mit einer Frau, die sich an frühere Leben erinnerte und durch Recherche nachweisen konnte, dass die Orte und Familien tatsächlich existierten. Diese Frau erinnerte sich aber nicht nur an vergangene Leben, die nachweisbar waren, sondern auch an eines, welches in der Zukunft stattfindet. Natürlich gibt es an der Stelle keine Beweise, denn die Geschichte hat noch nicht stattgefunden.

Allerdings waren ihre Erinnerungen an frühere Leben so treffend belegt, dass es die Wahrscheinlichkeit erhöht, auch einen gewissen Wahrheitsgrad in dem zu vermuten, was sie über die Zukunft sagt.

Und dennoch, glaube ich, dass die Zukunft veränderbar ist. Es gibt unendlich viele mögliche Ausprägungen der Zukunft und ich glaube, dass es parallele Dimensionen gibt, in der sich die eine Variante der Zukunft so und in einer anderen Dimension anders abspielt. In welcher Dimension wir uns mit unserem derzeitigen Bewusstsein wiederfinden werden, steht noch nicht fest und kann sich von Tag zu Tag ändern, je nachdem wie wir uns entscheiden und was wir tun, oder nicht tun.

Über dieses zukünftige Leben sagte die Frau nun in etwa folgendes: Es leben deutlich weniger Menschen auf dem Planeten. Das Leben scheint insgesamt viel leichter zu sein. Es hatte so starke Umweltverschmutzungen gegeben, dass die Menschen ihre Fortpflanzungsfähigkeit verloren hatten und somit weniger Menschen auf dem Planeten verblieben waren.

Dieser Bericht bzw. diese Aussicht war für mich einerseits sehr ernüchternd, andererseits aber auch Anlass, meine vorgefertigte Erwartung von der Zukunft loszulassen, was durchaus positiv ist, um offen zu bleiben.

Ich habe irgendwo gelesen, dass genmanipuliertes Essen nach mehreren Generationen zur Zeugungsunfähigkeit führt. Auch, dass es Ziel ist, durch Umweltverschmutzung die Zahl der Menschen auf diesem Planeten deutlich zu reduzieren.
Meine Erwartung war jedoch irgendwie, dass wir es schaffen, ggf. mit Unterstützung uns positiv gesonnen Außerirdischer, diesen Planeten zu reinigen, neue, saubere Technologien einzuführen, uns aus den Fängen des Systems zu befreien und irgendwie etwas zu retten.

Aber die Frau sprach nicht von Kontakt mit Außerirdischen oder Rettung des Planeten, sondern sie sprach darüber, dass alles noch schlimmer wurde, bevor die Erde sich quasi selber gereinigt hat. Diese Aussage passt zu einem Erlebnis, welches ich vor einiger Zeit auf einer Autofahrt durch eine wunderschöne Allee hatte. Die Bäume hatten so etwas von Zeitlosigkeit und eine gewisse Dauerhaftigkeit.

Folgende Gedanken löste das in mir aus: Diese Bäume würden noch da sein, wenn ich schon längst gegangen bin und die nächsten Generationen werden ebenfalls wieder auf diese Bäume blicken und ihre ganz eigenen Erfahrungen machen. Alles geht weiter wie bisher. Aber ich werde den Planeten nicht verändert haben. Ich werde woanders sein, und es wird darum gehen, meinen Teil gelernt zu haben, meine Erfahrungen gemacht zu haben. Die Erde wird sich weiter drehen, ohne mich. Irgendwie waren das auch schöne Gedanken, denn sie waren so friedlich.

Wenn ich nun an die von der Frau beschriebene Zukunft denke, ohne außerirdischen Kontakt, ohne gereinigten Planeten, ohne Sieg über das Böse, führt das aber auch dazu, dass ich meine Erwartungen loslasse.

Die Zukunft ist offen, alles ist möglich. Wir wissen nicht, in welcher parallelen Dimension wir die Zukunft erleben werden. Bei mir hat diese Geschichte dazu geführt, die Zukunft loszulassen. Was auch immer kommt, egal, ob wir den Planeten an die Wand fahren, egal, ob wir irgendwas retten, es geht immer darum, die Erfahrung zu machen. Wir wissen nicht, was unsere Seele sich vorgenommen hat. Es ist schön, offen zu bleiben und das anzunehmen was kommt.

Mein persönliches Fazit: Begrenzen wir uns also nicht, indem wir uns Dinge wünschen, die wir aus einem getäuschten Blickwinkel für gut oder richtig halten, wenn sie sich in Wahrheit und ohne Täuschung ganz anders präsentieren möchten. Lassen wir uns von der Zukunft überraschen, indem wir ihr die Chance geben, so zu sein, wie sie sich präsentieren möchte, vielleicht ganz anders als das, was wir uns heute aus unserer Begrenzung heraus vorstellen können.

 

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