☰ Show Menu

Hier und Jetzt


 

Wenn ich mich diszipliniere, im Hier und Jetzt zu bleiben, dann funktioniert das nicht. Wenn ich aber mein Verständnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ändere, dann bewege ich mich automatisch in der Gegenwart.

Wo bin ich, wenn ich über die Zukunft nachdenke? Ich bin in der Gegenwart. Wo bin ich, wenn ich über die Vergangenheit nachdenke? Ich bin in der Gegenwart. Es gibt immer nur diesen Moment, in dem ich mich gerade befinde. Zu diesem Moment, dem Jetzt, gehört eine Vergangenheit, genau das woran ich mich jetzt gerade erinnere, genau das, was dazu geführt hat, dass ich genauso bin, wie ich bin. Zu jedem Moment gehört eine Zukunft, nämlich genau die, die sich aus dem, was ich gerade denke und aus dem was ich gerade weiß, ergibt.

Mit jedem neuen Moment ändern sich aber die Vergangenheit und die Zukunft, denn jeder Moment hat seinen eigenen Blickwinkel. Wir haben also in jedem Moment unseres Lebens, die Möglichkeit, Vergangenheit und Zukunft zu verändern. Um genau zu sein, ist es der einzige Zeitpunkt, zu dem wir etwas verändern können. Wir können nichts in der Zukunft verändern, denn die ist noch nicht passiert.

Wir können nichts in der Vergangenheit ändern, denn die ist vorbei. Wir können immer nur genau jetzt etwas verändern. Unsere Macht liegt im Hier und Jetzt. Wenn wir Angst vor der Zukunft haben, dann liegt die Angst nicht in der Zukunft. Die Angst ist jetzt da und will gespürt werden.

Wenn es uns gelingt, sie genau jetzt aufzulösen, dann projizieren wir auch nicht den jetzigen Moment in eine mögliche Zukunft. Der Schmerz, den wir jetzt fühlen, ist jetzt da, nicht in der Zukunft. Wir projizieren ihn ggf. dort hinein, weil wir im Moment die Zukunft sehen, die wir gerade jetzt mit unserer Gegenwart verbinden, wo wir den Schmerz fühlen.

Ähnlich ist es mit der Vergangenheit. Wir blicken genau jetzt zurück und manch ein Ereignis löst genau in diesem Moment emotionalen Schmerz aus. Es löst aber nur deshalb Schmerz aus, weil in der Gegenwart ein Trigger gedrückt wird, der Schmerz verursacht. Das Ereignis in der Vergangenheit ist aber gar nicht mehr da.

Der Schmerz ist in der Gegenwart. Wenn ich also in der Gegenwart die Triggerpunkte transformiere, dann kann ich in die Vergangenheit zurück blicken und muss vielleicht plötzlich darüber lachen, dann ist da kein Schmerz mehr.
Es geht also gar nicht darum, mit seinem Bewusstsein immer in der Gegenwart zu bleiben. Ganz und gar nicht.

Vergangenheit und Zukunft sind immer präsent. Es macht auch Spaß, über mögliche Zukunftsszenarien zu fantasieren, oder sich an Vergangenes zu erinnern.

Es ist aber sehr hilfreich, sich vor Augen zu führen, dass wir das immer aus dem Fokus der Gegenwart tun. Denn dann wissen wir, dass wir immer, im Hier und Jetzt, die Macht haben, die Wirkung der Vergangenheit zu verändern, oder auch die Zukunft auf Basis unserer Gegenwart unterschiedlich zu gestalten.

Wenn es uns gelingt, in der Gegenwart die alten Muster und Ängste bezüglich der Zukunft loszulassen, dann kreieren wir eine andere Zukunft. Wenn wir alles Alte loslassen, dann ist der Raum für eine ganz neue, nie dagewesene Zukunft unendlich groß.

Bleiben wir aber in der Zeitschleife gefangen, dann drehen wir uns mit unseren Erfahrungen im Kreis. Wenn wir aber in jedem Moment unseres Seins Schöpfer sind und erkennen, dass unsere Macht in der Gegenwart liegt, dann können wir alles verändern.

 

Zur Homepage

Zum Seitenanfang