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Auf Abwehr programmiert


 

Ein weiteres Beispiel für Konditionierung finden wir, wenn wir unsere Reaktion auf unangenehme Situationen betrachten. Meist wollen wir sie loswerden, wir wehren uns, kämpfen wohlmöglich dagegen an. Das kann durchaus eine valide Vorgehensweise sein, die aber nicht alternativlos ist.

Wenn wir Zufriedenheit erlangen möchten, gibt es einen Trick, den wir anwenden können. Dieser Trick besteht darin, dass wir das, was wir loswerden wollen, nicht bekämpfen oder ablehnen, sondern annehmen und damit in Frieden gehen. Das mag sich erst einmal seltsam anhören, denn wir können uns nicht alles gefallen lassen und wir sollten ändern, was uns nicht passt. Manchmal müssen wir definitiv sofort reagieren und z.B. den Finger von der heißen Herdplatte runter nehmen.

Aber es gibt eben auch viele Dinge, die wir unnötig bekämpfen, meistens weil sie uns Angst machen. Wir nehmen die gegebene Situation und unsere Angst und projizieren sie auf die Zukunft und wehren uns natürlich dagegen, oder regen uns auf oder gehen in eine Abwehrhaltung. So sind wir programmiert.

Wir machen diese Dinge jedoch erst dadurch stark, dass wir uns wehren und ihnen damit enorm viel Energie geben. Wenn etwas jedoch in diesem Moment bereits da ist, dann nützt es nichts, es zu bekämpfen, denn es ist ja da. Dann geht es vielmehr darum, vollkommen zu spüren, zu erleben und zu erfahren was sich zeigt. Es ist enorm hilfreich, in dem Moment Frieden mit dem zu schließen, was bereits da ist. Handeln kann man im nächsten Schritt immer noch, falls nötig.

Es ist unsere bisherige Konditionierung, ständig im Kampf mit allem zu sein, mit uns selber und mit unserer Umwelt. Neue Lösungen erlangen wir, indem wir diese Muster erkennen und dadurch den ungewollten Dingen die Energie entziehen. Statt zu kämpfen geht es um das Verstehen. Das was ich begreife, muss ich nicht fürchten. Wenn ich es nicht fürchte, muss ich es nicht bekämpfen. Es kann sich auflösen, weil es verstanden und erfahren wurde und daher nicht mehr gebraucht wird.

Cover

Freiheit beginnt wo die Angst endet.

 

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