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Der imaginäre Feind


 

Alles, was mich bedroht, scheint mein Feind zu sein. Ich entwickele Härte gegen das vermeintliche Gegenüber. Diese Härte richtet sich aber letzten Endes gegen mich selbst.

Trotzdem ist es aber wichtig, meinen Raum und meinen Platz einzunehmen, wenn nötig, dann auch mit sehr großer Bestimmtheit und vehementen Mitteln.

Aber, wie schaffe ich es, das Pendel zwischen einer gesunden Abgrenzung und einer selbstzerstörerischen Härte zu justieren?

Dazu bekam ich während einer Meditation einige Bilder. Ich sah eine Heerschar Einhörner und glaubte, ich bräuchte sie im Kampf gegen das Böse.

Irgendwann kam mir jedoch der Gedanke, dass die Einhörner nicht diese Art von Kampf führen, wie wir ihn kennen. Ihr Weg geht über die Liebe.

Also schloss ich für mich daraus, dass ich es bin, die diese immense Liebe der Einhörner braucht, um meinen Herzensraum in der Liebe zu halten, so dass ich weniger verwundbar bin für all das, was ich mir selbst auferlegt habe und durch die äußere Umgebung gespiegelt bekomme.

In dieser Meditation sah ich mich weiter selber in einer Rüstung und solange ich diese Rüstung trug, konnte mein Einhorn nicht bei mir sein. Erst wenn die Härte gegen mich selbst sich auflöst, kann die Kraft des Einhorns sich in meinem Herzen ausbreiten und für Abgrenzung sorgen.

Die Abgrenzung, die ich mit Kampf und Härte verwechselt hatte. Dann kann die Liebe sich ausbreiten und mir die Stabilität verleihen, um die Ereignisse um mich herum mit mehr Gelassenheit zu betrachten und sie im Sinne der göttlichen Ordnung zu lösen.

 

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